Eisenmangel-syndrom

Das Eisenmangelsyndrom wurde zwar schon 1957 von der Universität Innsbruck erstmals beschrieben und 1971 von der Universität Berlin bestätigt. Allerdings konnte sich seine Erkenntnis in der Schulmedizin nicht durchsetzen – in der irrigen Meinung, Eisenmangel sei erst beim Auftreten einer Anämie manifest.

Erst seit seiner Wiederentdeckung in der Schweiz gelang es, sowohl Ärzte als auch Patienten für dieses Frühstadium von Eisenmangel zu sensibilisieren. Grundsätzlich gibt es drei Ursachen für die Entstehung eines Eisenmangels: Ungenügende Aufnahme von Eisen, Mehrbedarf an Eisen oder Eisenverlust (Regelblutung oder eine seltene pathologische Ursache).

Symptome

Die wichtigste Eisenfunktion ist die Blutbildung. Das Blut ermöglicht den Transport des lebenswichtigen Sauerstoffs in die Organe und Gewebe. Aber nicht nur die blutbildenden Zellen sind auf genügend Eisen  (Funktionseisen) angewiesen, sondern über Hundert weitere Körperfunktionen, wie beispielsweise die Energieproduktion in den Zellen oder die Hormonbildung.

 

Typische Symptome eines Mangels sind u.a.

  • chronische Müdigkeit/Erschöpfungszustände
  • Konzentrationsstörungen
  • Haarausfall
  • psychische Labilität bis hin zu depressiven Verstimmungen
  • Schlafstörungen
  • Schwindel
  • Nackenverspannungen
  • Kopfschmerzen
  • Nagelbrüchigkeit
  • Restless Legs

Diagnostik

Gewisse Diagnosen sind in der Medizin einfach zu stellen. Dies gilt insbesondere für Krankheiten, die objektiv problemlos erkennbar sind. Dazu gehören beispielsweise Diabetes (zu hoher Zuckerwert im Blut) oder eine Lungenentzündung (Röntgenbefund). Bei solchen Krankheiten kann eine klare Diagnose gestellt werden.

 

Bei Eisenmangel ist es nicht so einfach. Die geschilderten Symptome müssen mit dem Ferritinwert korreliert werden, um einen begründeten Verdacht zu erheben. Dabei muss einerseits bedacht werden, dass es keinen pauschalen Ferritinwert gibt, unter welchem Eisenmangelsymptome auftreten. Andererseits muss immer auch in Erwägung gezogen werden, dass auch andere Ursachen für die Symptome verantwortlich sein können.

Therapie

Aufgrund der vorliegenden Symptome und nach Bestimmung gewisser Blutwerte wird die notwendige Eisendosis individuell berechnet. 

 

Nach der Dosisberechnung wird ein individueller Therapieplan erstellt. Dabei dienen die Richtlinien der Swiss Iron Health Organisation (SIHO) als Grundlage. VenustaMed ist ein SIHO-zertifizertes Ärztliches Eisenzentrum.