Kongress-News 5CC: Meine persönlichen Highlights vom 1.9.2017

PRP ist nach wie vor ein erfolgreiches und effektives Behandlungsverfahren bei Haarausfall. Trichoscans aus Studien belegen eine Zunahme sowohl  der Anzahl wie auch der Dicke und Dichte der Haare. Als mögliche Zusatztherapie wurde über den Einsatz von Botulinum berichtet. Dies erhöht unter anderem den Blutfluss und damit die Sauerstoffversorgung und vermindert den Spiegel des schädlichen DHT (Dihydro-testosteron).  

 

Auch hinsichtlich Transplantationen gibt es interessante Weiterentwicklungen wie arztgesteuerte Robotersysteme, die die Haarwurzeln präzise und schonend entnehmen.

 

Fazit: Glatze muss nicht mehr sein


Botulinum ist mehr als ein Gift und Faltenkiller. Inzwischen kennt man hunderte von positiven Eigenschaften. Wichtig zu wissen ist aber, dass alle diese Einsatzgebiete nicht von den Arzneimittelbehörden (SwissMedic, FDA, etc.) zugelassen sind und eine Behandlung im sog. off-Label-Use erfolgt. Referenten aus verschiedenen Ländern stellten ihre Erfahrungen bei folgenden Einsatzgebieten vor:

  • Haarausfall
  • Keloid-Narben
  • Depressionen
  • Rosazea
  • Raynaud-Phänomen
  • Lifting durch oberflächliche Injektionen in die Haut
  • Faltenbehandlungen über Stirn und Krähenfüsse hinaus

Auch wurden Wirkungsweisen jenseits der Muskellähmung entdeckt wie zB. Stimulation der Kollagenbildung in der Haut, Modulation von nervenbedingter Entzündung etc.

 

Fazit: Vom Killer zum hoch interessanten Wirkstoff. Man darf auf die Zukunft gespannt sein.

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